Spiel gegen Material-Spieler (Anti)

Tipps zum Spiel gegen Anti-Top Beläge

Die ersten Spiele gegen Anti-Top: Was ist denn hier los ???

Gerade in den ersten Jahren seiner Tischtennisphase lässt viele motivierte Spieler das dumpfe „glock“-Geräusch erzittern. Gleich beim Einspielen merkt man: Hier stimmt etwas nicht.

Und damit hat man ja auch recht. Schließlich verändert der Belag des Gegners die Rotation (Vorwärts- oder Rückwärtsrotation) des Balles. Klingt erst einmal verwirrend und beängstigend. Verstärkt wird diese Angst noch dadurch, dass nicht selten wenn der Gegner mit seinem Anti-Top-Belag in den Ball hineinhackt, also einen offenkundigen Unterschnittball spielt, plötzlich Überschnitt zurückkommt.

Was also tun ? Abhilfe durch Köpfchen…

Dabei übersieht man jedoch, dass der Anti-Top einer der am einfachsten „auszurechnenden“ Beläge dieser Art ist.

Der Anti-Top leistet im weiteren Sinne eine Schnitt-Umkehr.
Grob gesagt bedeutet das:
Unterschnittball -> kommt als Überschnittball zurück
Überschnittball (Top-Spin) -> kommt als Unterschnittball zurück

Deshalb ist es uns möglich taktisch gegen den Gegner vorzugehen. Spielen wir den Material-Spieler gleich zu Beginn mit einem Unterschnitt auf den Anti-Belag so wird der nächste Ball mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit so zurückkommen, dass wir diesen gut angreifen können (sollte der Ball mit mehr Überschnitt zurückkommen als erwartet, müssen wir natürlich mehr nach vorne ziehen).

Ein extrem wichtiger Punkt ist, dass wir uns davon verabschieden müssen, dass die Rotation der Armbewegung des Gegner entspricht:
Reagiert der Anti-Spieler auf einen Unterschnittball mit einer Schupf-Bewegung so muss dieser Ball keineswegs auch ein Schupfball sein:

Also merke: Armbewegung ≠ Rotation

Noch ein weiterer Nachteil eines Anti-Top kommt uns bei unserem Spiel zugute.
Mit ihm ist es dem Gegner nicht möglich eigene Rotation zu erzeugen !
Spielen wir den Anti-Belag also leer an, so kommt dieser auch leer zurück!

Das bedeutet für einen Offensiv-Spieler: Druff un Dewerre !! ; )

 

Ganz einfach ist es Aber dann doch nicht:

Selbstverständlich besitzt auch der Anti-Spieler seine Tücken auf die man gefasst sein muss:

  • Schlägerdrehen: Material-Spieler drehen sehr häufig ihre Schläger während des Spiels der sogar innerhalb eines einzigen Ballwechsels. Wenn du diesen Vorgang übersiehst ist deine Taktik natürlich für die Katz, da in einem Unterschnittball plötzlich wieder Unterschnittball sein kann – unabhängig davon, wie du aufgespielt hast.
  • Anti-Top-Topspin: Mit einem Anti-Belag gespielte Top-Spins können sehr unangenehm sein. Hierbei darf man nicht vergessen, dass der Gegner keinen eigenen Spin erzeugen kann. Trotz furcheinflösender TopSpin-Bewegung sind diese also meist Schnitt-Leer. Es erfordert jedoch stets eine Überwindung diesen Ball nicht gewohnt zu blocken. Tut man dies, landet er höchstwahrscheinlich im Netz…